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Facts zu HIV und Aids
• Was ist HIV/Aids?
• Übertragungswege
• Therapie
• Was bedeutet es, HIV-positiv zu sein?
 
Was ist HIV/Aids?

Die Abkürzung HIV bedeutet Human Immunodeficiency Virus und bezeichnet
das Virus, welches das Immunsystem des HIV-positiven Menschen angreift
und zu AIDS (Aquired Immunodeficiency Syndrome = erworbenes Immunschwächesyndrom) führen kann. Das HI-Virus schwächt das menschliche Abwehrsystem so stark, dass sich der Körper schliesslich nicht mehr ausreichend gegen neue, andere Krankheitserreger wehren kann.
Deshalb können – nach einigen möglicherweise beschwerdefreien Jahren – verschiedene Krankheiten ausbrechen, die ohne die Schwächung des Abwehr-
systems nicht oder nur selten auftreten. Erst dieses Stadium der HIV-Infektion
heisst Aids. Einzelne dieser Krankheiten können zum Tod führen.

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Übertragungswege
Sex
Am häufigsten wird HIV beim Bumsen ohne Gummi übertragen. Eine Infektion ist
auch ohne Samenerguss möglich. 
Beim Blasen besteht eine Ansteckungsgefahr, wenn Sperma in den Mund gelangt
oder geschluckt wird.
 
Drogen
Drogen spritzen («fixen»), beinhaltet ein sehr hohes HIV-Infektionsrisiko, wenn ein bereits von einer anderen Person benutztes Spritzbesteck verwendet wird. Dann
kann infiziertes Blut direkt in die Blutbahn eindringen. Ein Infektionsrisiko besteht auch, wenn die Droge mit gebrauchtem Spritzbesteck aufgeteilt oder wenn gebrauchtes Zubehör (Löffel, Filter, Tupfer) wieder verwendet wird. Ausserdem
kann man sich dabei sehr leicht mit Hepatitis B oder C infizieren.
 
Andere
Eine Übertragung ist auch bei Bluttransfusionen möglich. In der Schweiz werden
aber Blutkonserven sehr genau auf HIV-Antikörper untersucht, so dass nur ein
ganz kleines Restrisiko übrig bleibt.

 
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Therapie
Mit einer HIV-Therapie wird versucht, das HI-Virus an der Schwächung des Immunsystems zu hindern, um den Ausbruch von Aids hinauszuzögern. Eine Kombinationstherapie gegen HIV – zur rechten Zeit begonnen, individuell zugeschnitten und richtig durchgeführt – kann die Lebenserwartung deutlich
erhöhen. Aber eine Infektion mit HIV ist nach wie vor nicht heilbar. Die
Medikamente müssen lebenslang und täglich zu festen Zeiten eingenommen
werden, sieben Tage die Woche und auch in den Ferien, sie haben oft uner-
wünschte, unangenehme bis bedrohliche Nebenwirkungen – und wirken nicht
bei allen Menschen gleich gut. Daran wird sich so bald nichts ändern. Es ist kein medizinischer Durchbruch in Sicht.
Viren haben die Fähigkeit, sich zu verändern und anzupassen. Sie können gegen
die Medikamente resistent werden. Dann stehst du unter Umständen dort, wo HIV-positive schwule Männer in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts waren. Manche nennen das „austherapiert“.


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Was bedeutet es, HIV-positiv zu sein?
Eine HIV-Infektion bedeutet mehr, als «bloss» ein Leben lang Medikamente zu schlucken und Nebenwirkungen zu ertragen. Es bedeutet mehr als die Angst
davor, dass die Medikamente eines Tages versagen könnten. Es bedeutet mehr,
als für den Rest des Lebens in regelmässiger ärztlicher Behandlung zu sein.
Hast du dir schon mal überlegt, wie die Menschen in deinem Umfeld reagieren
würden, wenn du ihnen mitteilst, du seist HIV-positiv? Viele HIV-positive Menschen erleben Diskriminierung und Ausgrenzung, sei es von Freunden und Kollegen, Arbeitgebern oder Sexpartnern. Sie werden mit dem Vorwurf belastet, «selber schuld zu sein», es weiss ja jeder, wie sich schützen. Dass solche Bedingungen oft zu Depressionen und schweren Lebenskrisen führen, ist nicht verwunderlich. HIV-positiv zu sein, bedeutet auch, dass man derjenige ist, der andere anstecken kann. HIV-positive Menschen stehen damit immer wieder vor der Frage, ob sie die Verantwortung für den Schutz zu tragen haben. Müssen sie dafür sorgen, dass sie das Virus nicht weitergeben? Oder liegt es an den HIV-negativen Menschen, selber für ihren Schutz zu sorgen?
 
Weitere Informationen:
www.hilde.ch

 
 
Checkpoint Zürich • Konradstrasse 1 • 8005 Zürich • T 044 455 59 10 • E checkpoint(at)zah.ch
Ein Angebot der Zürcher Aids-Hilfe in Kooperation mit der ARUD Zürich