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Tripper / Gonorrhöe:

Erreger:
Bakterien: Neisseria Gonorroeae = Gonokokken

Übertragung:
Für eine Ansteckung ist ein direkter Kontakt von Schleimhäuten mit ansteckungsfähigen Gonokokken d.h. mit frischem, infektiösem Sekret erforderlich. Diese Schleimhäute sind z.B. Harnröhre, Enddarm, Rachenwand oder die Augenbindehaut. Die Gonorrhöe kann folglich bei allen sexuellen Praktiken stattfinden (anal-genital, oral-genital, oral-anal). Denkbar ist in Einzellfällen auch eine Übertragung bei tiefem Zungenkuss. Bei schwulen Männern ist die Analschleimhaut ein häufiger Infektionsort. Nur in extremen Ausnahmefällen kann es bei Missachtung grundlegender Hygieneregeln zu einer Schmierinfektion kommen.

Inkubationszeit:
Bei einer unbehandelten Gonorrhöe besteht meist grosse Infektiosität. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage.

Symptome:
Je nach Infektionsort treten bereits nach einer Inkubationszeit von 6 Stunden bis 3 Tagen heftige Symptome auf. Dies können sein:

  • Rötung und Schwellung bei der Harnröhrenmündung
  • Brennen beim Wasserlösen
  • Wässriger, später schleimig-eitriger Ausfluss
  • allgemeines Krankheitsgefühl sowie Fieber
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Halsschmerzen, Rötung der Rachenwand

Unbehandelt kann sich die Infektion weiter ausbreiten. Nach 2 bis 3 Wochen können dumpfe Schmerzen am Damm sowie in der Blasengegend auftreten, als Zeichen einer Beteiligung der Prostata. Greift die Infektion auf die Nebenhoden über, kommt es zu einer Rötung und Schwellung sowie Schmerzen in den Nebenhoden bzw. des Hodens, hier besteht die Gefahr einer späteren Unfruchtbarkeit.

Es besteht die Möglichkeit einer Ausbreitung der Erreger im Blut. Die Folgen können sein

  • Gelenkentzündungen
  • Entzündungen von Herzinnenhaut und Herzbeutel
  • Entzündung der Haut mit Bildung von schmerzhaften Pusteln
  • Entzündung der Hirnhäute

Diagnose:
Direkter Nachweis des Erregers im Abstrich oder im Sekret vom Ort der Infektion.

Behandlung:
Antibiotika

Vorbeugung:
Safer Sex, bei Rachenfick Kondome benützen

HIV und Gonorrhöe:
Die gonorrhoische Schleimhautentzündung an den Genitalorganen, im Enddarm und wahrscheinlich auch im Rachen erhöht das Risiko, sich mit HIV zu infizieren oder HIV weiterzugeben erheblich.

   
       
Hildegard      
     
  © Zürcher Aids-Hilfe 2004. Quelle: Aids-Hilfe Schweiz, Medecin-worldwide