Infomaterial in
versch. Sprachen

Jahresbericht 2010 zum herunterladen

Lust & Frust
Fachstelle für
Sexualpädagogik

Frag Hildegard...
...was schwule Männer wissen müssen!
 
Angebote über uns Spenden Links Fun Kontakt Sitemap
deu   eng   fra   esp

Information rund um HIV und Aids

• Die häufigsten Fragen

• Risiko und Schutz

• Kondome

• HIV-Test

• Symptome

• Therapie

• Zahlen zu HIV/Aids


Sexuell übertragbare
Infektionen


Hepatitis

Kann ich unmittelbar nach einer Risikosituation noch etwas unternehmen,
um die Gefahr einer HIV-Infektion zu verringern?

Die ersten Wochen nach einer möglichen Übertragung werden als "immunologisches"
bzw. "serologisches Fenster" bezeichnet. In dieser Zeit kann eine Übertragung mit medizinischen Verfahren weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden. Dieses Fenster ist je nach Person unterschiedlich gross. Bei gewissen Personen kann eine Infektion nach zwei Wochen nachgewiesen werden, bei anderen dauert es bis zur Nachweisbarkeit aber länger. Erst ein negatives Ergebnis nach drei Monaten ergibt die Gewissheit, dass keine Infektion erfolgt ist.

Nach Situationen mit eindeutig hohem Übertragungsrisiko gibt es nur die Möglichkeit, spätestens innerhalb von 72 Stunden nach der Risikosituation eines der HIV-Behandlungszentren der grossen Universitätsspitäler aufzusuchen.
Dort wird man aufgrund der Situationsbeschreibung das Risiko abschätzen und eventuell
eine so genannte
HIV-Postexpositions-Prophylaxe (HIV-PEP oder PEP) vorschlagen. Dies ist eine vorbeugende mehrwöchige medikamentöse Behandlung mit hochwirksamen Substanzen, die das Risiko einer allfälligen Übertragung wahrscheinlich deutlich senken – aber nicht ausschliessen – kann. Ihr Erfolg ist umso besser, je schneller nach der Risikosituation mit ihr begonnen werden kann.

Eine HIV-PEP kann in folgenden Situationen sinnvoll sein:

1. Die Kontaktperson ist sicher HIV-infiziert; sie ist unbehandelt oder unter einer unvollständig wirksamen antiretroviralen Behandlung und

  • es kommt zu ungeschütztem vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr
  • es kommt zu ungeschütztem oralen Geschlechtsverkehr mit Ejakulation des HIV-infizierten Partners in den Mund
  • es wird gebrauchtes Injektionsmaterial einer HIV-infizierten Person verwendet

(Eine HIV-PEP kann in diesen Situationen auch erwogen werden, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aus einer Region stammt bzw. einer Gruppe angehört, in der HIV stark verbreitet ist).

2. Die potentielle Exposition ereignet sich im Rahmen einer Vergewaltigung
In allen anderen Fällen – d.h. wenn nicht feststeht, dass die Kontaktperson HIV-positiv ist und sie auch nicht zu einer Gruppe gehört bzw. aus einer Region kommt, in der HIV weit verbreitet ist – wird von einer HIV-PEP abgeraten.



< zurück!
Zürcher Aids-Hilfe • Kanzleistrasse 80 • 8004 Zürich • T 044 455 59 00 • F 044 455 59 19 • E mail(at)zah.ch